PT-141, in der Literatur als Bremelanotid geführt, ist eine der meistuntersuchten Werkzeugsubstanzen der Melanocortin-Forschung. Diese Seite fasst die Angaben zusammen, die vor einer Beschaffung als Forschungsreagenz relevant sind: Rezeptorprofil, Analytik, Darreichung und Lagerung sowie der rechtliche Rahmen in Deutschland. Alle Angaben beziehen sich ausschließlich auf die Verwendung im Labor.
Was ist PT-141?
PT-141 ist ein synthetisches zyklisches Heptapeptid und leitet sich vom Alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormon (Alpha-MSH) ab. Chemisch ist es ein Metabolit von Melanotan II, unterscheidet sich von diesem aber im Rezeptorprofil: in der präklinischen Literatur wird PT-141 vor allem als Agonist an den Melanocortin-Rezeptoren MC3R und MC4R beschrieben, während die MC1R-vermittelte Pigmentierungskomponente schwächer ausgeprägt ist.
Für die Forschung ist diese Selektivität der eigentliche Punkt. MC3R und MC4R sind zentralnervös exprimiert und in der Literatur mit der Regulation von Energiehaushalt und neuroendokrinen Signalwegen assoziiert. PT-141 dient daher als Werkzeugsubstanz, um Melanocortin-vermittelte Signalwege in Rezeptorbindungs- und Verhaltensmodellen zu adressieren. Der Forschungsstand ist präklinisch beziehungsweise klinisch-experimentell; eine Verallgemeinerung auf therapeutische Aussagen ist nicht Gegenstand dieser Seite.
Reinheit und Analytik
Bei Peptiden dieser Klasse entscheidet die analytische Dokumentation über die Verwertbarkeit der Ergebnisse. Verunreinigungen aus der Festphasensynthese oder Sequenzabweichungen lassen sich im Experiment nicht von einem echten Effekt unterscheiden. Jede Charge wird daher per HPLC auf eine Reinheit von mindestens 99 Prozent geprüft, die Identität wird gegen einen Referenzstandard bestätigt, und die Prüfung erfolgt durch ein unabhängiges Labor statt durch den Hersteller selbst.
Die veröffentlichten Analysezertifikate stehen unter Laborberichte. Gleichen Sie vor der Verwendung die Chargennummer auf dem Vial mit der im Dokument ab; ein Reinheitsversprechen ohne Chargenbezug ist kein Qualitätsnachweis.
Darreichung, Lagerung und Rekonstitution
PT-141 wird als lyophilisiertes Pulver im 10-mg-Vial geführt. Die lyophilisierte Form ist der Lösung in der Lagerstabilität deutlich überlegen, weshalb die Rekonstitution erst unmittelbar vor dem Experiment erfolgen sollte.
- Lyophilisiert: lichtgeschützt bei minus 20 Grad Celsius über längere Zeiträume stabil.
- Rekonstituiert: gekühlte Lagerung, deutlich verkürzte Verwendungsdauer, wiederholte Frost-Tau-Zyklen vermeiden.
- Handhabung: das Lösungsmittel wird langsam an der Vialwand zugegeben, ohne zu schütteln, um Scherkräfte auf das Peptid zu vermeiden.
Versand nach Deutschland
Der Versand erfolgt aus einem Lager innerhalb der Europäischen Union. Für Empfänger in Deutschland bedeutet das innergemeinschaftlichen Warenverkehr und damit keine Zollabfertigung, wie sie bei Sendungen aus Drittländern anfällt. Typische Laufzeiten liegen bei zwei bis fünf Werktagen. Details im Leitfaden Zoll und Import von Peptiden.
Rechtlicher Rahmen
PT-141 ist in der Europäischen Union nicht als Arzneimittel zugelassen. Das Reagenz wird ausschließlich zu Forschungs- und Laborzwecken abgegeben und ist nicht zur Anwendung am Menschen oder am Tier bestimmt. Diese Seite enthält daher keine Dosierungsprotokolle, keine Anwendungsempfehlungen und keine Aussagen zu therapeutischen Effekten. Den vollständigen Rahmen finden Sie unter Rechtliche Informationen.
Häufige Fragen
Was ist PT-141?
PT-141 (Bremelanotid) ist ein synthetisches Peptid und ein Analogon des Alpha-MSH. In der präklinischen Literatur wird es als Agonist an den Melanocortin-Rezeptoren MC3R und MC4R beschrieben und dient als Werkzeugsubstanz in der neuroendokrinen Rezeptorforschung.
Worin unterscheidet sich PT-141 von Melanotan II?
Beide leiten sich vom Alpha-MSH ab, unterscheiden sich aber im Rezeptorprofil. Melanotan II wird als breiterer Melanocortin-Agonist mit ausgeprägter MC1R-Komponente beschrieben, die in Pigmentierungsmodellen untersucht wird. PT-141 ist ein Metabolit von Melanotan II und wird vor allem im Kontext von MC3R und MC4R untersucht.
Welche Reinheit hat das Reagenz?
Jede Charge wird per HPLC auf eine Reinheit von mindestens 99 Prozent geprüft, die Identität wird gegen einen Referenzstandard bestätigt. Das chargenbezogene Analysezertifikat eines unabhängigen Labors ist auf der Seite Laborberichte einsehbar.
In welcher Vialgröße wird PT-141 geführt?
Als lyophilisiertes Pulver im 10-mg-Vial. Das entspricht der Einheit, die unser EU-Partnerlabor tatsächlich führt; die tagesaktuelle Verfügbarkeit wird vor dem Kaufabschluss angezeigt.
Wie wird PT-141 gelagert?
Lyophilisiert, lichtgeschützt und bei minus 20 Grad Celsius über längere Zeiträume stabil. Nach der Rekonstitution gekühlt lagern, die Verwendungsdauer ist dann deutlich kürzer und wiederholte Frost-Tau-Zyklen sind zu vermeiden.
Ist PT-141 in Deutschland als Arzneimittel zugelassen?
Nein. In der Europäischen Union besteht keine arzneimittelrechtliche Zulassung. Das Reagenz wird ausschließlich zu Forschungs- und Laborzwecken abgegeben und ist nicht zur Anwendung am Menschen oder am Tier bestimmt.
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